Das Ordo Templi Orientis Phänomen
Deutschsprachige Ergänzungen und erweiterte Texte zu
The O.T.O. Phenomenon
Peter-R. König
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Der Ordo Templi Orientis
O.T.O.
Die vorliegende Studie ist eine Dokumentation des Verhaltens der O.T.O.-Mitglieder. In der Folge lässt sich auch die Historie der O.T.O.-Gruppen als Körperschaften ablesen. Folklore und Klatsch bilden wichtige Bestandteile der Psychologie und der ethnographischen Darstellung. Die zur Sprache kommenden Emotionen selbst sind nicht nur Teil der ‘Tatsache‘, sondern erweitern diese um zusätzliche ‘Tatsachen‘. Im Okkultismus herrscht oft das Phänomen der Hypostase: die Tendenz, eigene Anschauungen und Urteile als absolute Wahrheiten zu betrachten, die überall und immer gelten, ohne dass sie verifiziert, legitimiert oder geprüft werden, ohne Bewusstsein dafür, dass es sich um subjektive ‘Tatsachen‘ handelt. In den print-Büchern wird versucht, Hypostasen durch ihren Kontext als solche erkenntlich zu machen. Online entsteht dies durch die Hypertextkatakomben, z.B. durch die verschachtelten Links auf meiner site, meiner search engine oder auch google.
Quellenkritik: Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um die
informelle Darstellung eines Phänomens, dessen Charakteristik
massgeblich durch die Widersprüchlichkeit und Subjektivität der
Quellen geprägt ist. Diese schreiten als eine Art Literaturbericht so
chronologisch wie möglich den jeweiligen Themenbereich ab und sprechen
dokumentarisch für sich selber. Es ist jede "irgendwie" zum Thema
gehörende zugängliche Information verwendet worden. Es gibt ausser den
juristischen keine Auslassungskriterien. Die einzelnen Puzzleteile
haben sich selbständig zu einem Bild formiert. Da auf
Schlussfolgerungen ohne Quellenmaterial weitgehend verzichtet wird,
können Teilbereiche aus Informationsmangel skizzenhaft wirken.
Obwohl das Quellenmaterial verschieden interpretierbar ist, will diese
Arbeit rigoros objektiv sein. Ganz anders sieht es ein Exponent des
dargestellten Phänomens so: "Die Geschichte eines magischen Ordens
läuft nach anderen Gesichtspunkten ab als die normale."
Diese Studie ist kein Einführungswerk zu bestehenden Begriffen wie
Freimaurerei (FM) und deren Fachterminologie, religiösen Sondergruppen
und entsprechenden Begriffen (wie z.B. "Magie," "apostolisch") u.a.
oder Personen wie z.B. Aleister Crowley und seinen Lehren.
Aufgrund dieser Komplexität ist der Begriff "OTO-Phänomen" gewählt
worden.
Konzept: Es wird eine postmoderne Intertextualität angestrebt. Diese website sowie die Bücher des Autoren sind durchdrungen von Dokumenten der Innen- ebenso wie der Aussenwelt, der subjektiven Empfindungen, wie der akribischen Detail-Genauigkeit und dem beständigen Herbeizitieren ‘anderer‘ Impressionen und Quellen. Dies fordert den Leser auf, über eine rein wissenschaftliche Erfassung der Texte hinauszugelangen. Zudem erlaubt dieses Vorgehen die Vermittlung einer ungequantelten Wirklichkeit anstelle einer aporischen Fixierung auf rein historische Daten, die lediglich die Grundstruktur dieses Werkes bilden.
Diskussionen zum Ordo Templi Orientis
Nicht alle Zweige des O.T.O. haben Crowleys Thelema übernommen. "Der Grund, dass [...] Aspekte von Thelema ausgelassen sind, ist das aktuelle Problem, wie Thelema in der Öffentlichkeit als Religion darzustellen ist, um so vom Staat anerkannt zu werden. Thelema ist ganz eindeutig konträr und an den Grenzen der normativen Gesellschaft. Thelema weist die normativen Werte und Moral ab und zielt auf die Ueberschreitung und Verletzung eben dieser Normen. Die Miteinbeziehung von Drogen in die Rituale, die positive Betonung der Sexualität, die als Werbung für Promiskuität angesehen werden kann und der autoritäre und pro-Nietzscheanische Aspekt von Thelema zwingen die normative Gesellschaft zur Ablehnung und gleichzeitig ermutigt Thelema seine Anhänger, die meisten Aspekte der normativen Gesellschaft abzulehnen." ["Journal of Thelemic Studies", 1;2, 2008, Seite 40, übersetzt]
Konzept und Interviews
"Korrektes ethnologisches Arbeiten verlangt Einbeziehen der eigenen Person. Der wissenschaftliche Ausdruck dafür lautet Aktionsforschung. Die praktischen und theoretischen Ansprüche verlangen vom Forscher eine zumindest vorübergehende Aufgabe der grundsätzlichen Distanz zum Forschungsobjekt zugunsten einer bewusst Einfluss nehmenden Haltung, die von teilnehmender Beobachtung bis hin zur Interaktion mit den Beteiligten reicht." [Auszug aus "Satan - Jünger, Jäger und Justiz"]
Deutsche online Artikel rund ums Thema O.T.O. und Okkultismus
Eine Auswahl
Josef Dvorak: Carl Kellner.
Sigrid Plutzar: Eine persönliche Betrachtung.
Carl Kellner: Yoga. Eine Skizze über den psycho-physiologischen Teil der alten indischen Yogalehre. München 1896.
Carl Kellner und Theodor Reuss: Von den Geheimnissen der okkulten Hochgrade unseres Ordens.1904
Leopold Engel: Satzung des Illuminaten Ordens. 1903
Leopold Engel: Der Illuminatismus einst und jetzt.
Das Rituale des ehrwürdigen Ordens der Illuminaten.
A.P. Eberhardt: Von den Winkellogen Deutschlands, 1914
Reuss' Reaktion darauf in der Oriflamme 1914. Über den lluminaten Orden, Leopold Engel, Carl Kellner, John Yarker, Franz Hartmann u.a.
Brief von Engelhard Pargaetzi an Hans-Rudolf Hilfiker, 4. April, 1920: Streit in Theodor Reuss' O.T.O. Loge.
Karl Brodbeck: Der Illuminatenorden, 1948.
Rafal T. Prinke: Polnischer Satanismus und Sexualmagie.
Kleine Biographie von Aleister Crowley.
Über Heinrich Tränkers O.T.O. in Deutschland.
Heinrich Traenker: Briefe an eine Ordensschwester. Sexualmysterien der Pansophia, 1926. O.H.O. des O.T.O. in Deutschland.
A.M.O.R.C., Martin Erler, ORA, Heinrich Traenker, Pansophie, H.J. Metzger, Schweizer O.T.O., Schikowski – H.D. H: Mein Besuch bei Heinrich Traenker.
Ernst Tristan Kurtzahn: Die Gnostiker. Über asketische Sexualmagie, 1925.
Friedrich / Frederic Lekve: Die Schwarze und die Weisse Messe des Traumlands
Thelem Chassidim.
Kurzbiographie von Luise Lekve: Ein Brief von 1996.
Eugen Grosche: Bericht über die "Geheim-Konferenz im Jahre 1926 in Thüringen". Treffen zwischen Aleister Crowley, Heinrich Traenker, Albin Grau und Eugen Grosche.
Walter Jantschik: Das Gradsystem der FS, Geschichte der FS, Ziel der FS, Studienplan der FS, Der Graduierungsplan der FS, Der Weg des Saturns, Die Saturn-Gnosis, Die Magie der FS, Der GOTOS der FS, Der Influxus des Aquarius, Credo. Mit Fotos, 1979.
Eugen Grosches Eindeutschung von Kenneth Grants O.T.O.-Manifest von 1955.
Johannes Goeggelmann: Texte und Bilder.
Documenta et Ritualia Fraternitatis Saturni: Winke, Anregungen und Ratschläge für die Brüder und Schwestern der Loge Fraternitas Saturni.
Claas Hoffmann: Projektive synthetische Geometrie
in Lady Frieda Harris' Tarotgemälden und in Crowleys Buch des Gesetzes.
David Bowies Gnosis als Hype.
Rudolf von Sebottendorff: Der Talisman des Rosenkreuzers, 1925. Mit einem Vorwort von Albrecht Goetz von Olenhusen.
Marco Pasi: Aleister Crowley und die Versuchung der Politik. Leseprobe der Seiten 120-127.
Erfahrungsbericht im Zusammenhang mit dem ORDO TEMPLI ORIENTIS.
Kristin T. Schnider: Ein weites Feld - Nachwort zu A. Huettl und P.R. König: "Satan - Jünger, Jäger und Justiz".
Andreas Huettl: Ist das Große Tier herrenlos? William Breeze vs Phaenomen Verlag in Deutschland. Verkaufszahlen von Crowley Büchern.
Deutsche online Bücher zum O.T.O.
Mehr über diese Orden und ihre Protagonisten in: Andreas Huettl und Peter-R. Koenig: Satan - Jünger, Jäger und Justiz
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