Book on the Ecclesia Gnostica Catholica

O.T.O. Phenomenon Books
Ecclesia Gnostica Catholica

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ECCLESIA GNOSTICA CATHOLICA


256 pages
facsimiles in French, English, Portuguese and German
compiled by P.R. Koenig

ARW, Box 500107, D-80971 Muenchen

ISBN 3-927890-48-0

Bavaria 1998
Ecclesia Gnostica Catholica



"The Rituals of defence and protection should also be practised in
                    perfection. All bodily excrements, such as cut
                         nails, and hair, should be burnt; spittle
                    should be destroyed or exposed to the Sun; the
                    urine and faeces should be so disposed of that
                       it is unlikely that any other person should
                   obtain possession of them. It is even desirable
                      in theory that linen should not be washed by
                                                    strangers ..."
                                  [Theodor Reuss/Aleister Crowley:
                         De Nuptiis Secretis Deorum cum Hominibus]

Dieser 11. Band zum OTO-Phänomen stellte den Herausgeber vor das bislang anspruchsvollste Unterfangen: aus der immensen Flut von Materialien eine repräsentative Auswahl als weitere Belege/Grosszitate zum OTO-Phänomen zur Verfügung zu stellen.1* Selbstverständlich kann in keinem Buch ein solcher Anspruch vollständig befriedigt werden2* und der interessierte Leser sei deshalb dringendst auf erklärende Begleit- und Sekundärliteratur verwiesen.



Es bieten sich u.a. an:

- René  Le Forestier:  "L'Occultisme en France aux XIXème et XXème
  siècles, L'Église  Gnostique," Milano  1990 (dieses Werk enthält
  zum  Teil   Transkriptionen  der   im  nun   vorliegenden   Band
  faksimilierten Dokumente)
- Karl R.H. Frick: "Licht und Finsternis", Graz 1978
- Robert  Amadou, Introduction  à la  réédition de  Jules  Doinel:
  "Lucifer démasqué", Genève-Paris 1983
Vom Herausgeber des OTO-Phänomens:
- "Das  OTO-Phänomen" mit  einer kurzen  Historie der hier aktiven
  Protagonisten und  "Gnostisch Katholischen  Kirchen" [GKK]. Alle
  im   vorliegenden    Band    "Ecclesia    Gnostica    Catholica"
  wiedergegebenen Dokumente  verstehen  sich  als  dokumentierende
  Fussnoten zu  diesem Band,  speziell zum Kapitel "Die Wandernden
  Bischöfe" auf den Seiten 223-244
-  "Der   OTOA-Reader"  als   Beispiel  einer  sehr  eigenwilligen
  gnostischen Inflation (Stichwort: Michael P. Bertiaux)
- "Ein  Leben für  die Rose";  ab Seite  100 eine  Darstellung der
  asketischen und libertinistischen Spermagnosis von Carl Kellner,
  Theodor Reuss,  Aleister Crowley,  Arnoldo Krumm-Heller  und der
  Fraternitas Saturni
- "Abramelin  & Co"  als Grundlagenanalyse  der  (Sehn)Sucht  nach
  Visionen durch  Vereinigungen  mit  Gott,  Göttern  und  anderem
  Überirdischen
-  "Der   Grosse  Theodor   Reuss  Reader"   mit   Reuss'/Crowleys
  Gnostischer Messe  und  Joanny  Bricauds  Vorschlag,  diese  als
  Freimaurer-Religion einzuführen
- "How to make your own McOTO" [vergriffen]3*
- "Das Beste von Friedrich Lekve", das Lekves "Schwarze und Weisse
  Messe" enthält.

Die   Faksimiles    erscheinen   in   ungefährer   chronologischer
Reihenfolge4* und  rufen  ohne  Begleittexte  und  Kommentare  die
Protagonisten auf  dem gnostischen  Feld zum Getümmel auf. Hin und
wieder findet sich der im OTO-Phänomen zu erwartende Schlachtlärm,
wie auch  reine Ambiente-Geräusche  z.B. in Portugiesischen Nasal-
Lauten. Selbsverständlich  liegt die  Reproduktion aller Dokumente
im  öffentlichen   Interesse,1*   da   alle   hier   vorgestellten
Organisationen öffentlich zugängliche Dienste anbieten.5*
Als Ouverture  ertönt eine  englisch-sprachige Zusammenfassung der
Sperma-Gnosis, die  ausserdem das  Thema von Sperma als Universal-
Medizin streift.  Dieser Text  ist in der vorliegenden Version das
Ergebnis  einer   mehrjährigen  Metamorphose  und  beinhaltet  die
Reaktionen vieler  OTO-Praktiker.6* Selbstverständlich  lässt sich
Gnosis nicht  allein auf Sperma-Gnosis reduzieren, im Zusammenhang
mit der  Dokumentation des  OTO-Phänomens drängt  sich jedoch  der
Schwerpunkt auf die OTO-Sichtweise auf.

Wir  fahren   mit  einem  Auszug  aus  einer  altenglischen  Messe 
(Tridentine Rite/Roman  Latin Mass) fort, die Reuss/Crowley formal
als Vorbild  für ihre  "Gnostische Messe"  gedient hat.7* (Dank an
Barrington  Vincent   Sherman  für  die  Zugänglichmachung  dieser
Entdeckung).

Da  die  OTO-Kirchen  allesamt  Derivationen  der  nicht  explizit
spermagnostischen französischen Gnostischen Kirchen sind, springen
wir alsbald nach ca. 1890 zu Jules Doinel, resp. Sophronius, Papus
und  Joanny  Bricaud,  wo  wir  einen  anderen  von  Reuss/Crowley
annektierten Bestandteil finden: "La fraction du pain". Wir widmen
den französischen  Gnostikern einen  grösseren Satz, da mit diesem
11. Band  zum OTO-Phänomen erneut weltweit erstmalig faksimilierte
Grundlagenliteratur zur  Verfügung gestellt  werden soll.  Ähnlich
wie im  "Grossen Theodor Reuss Reader" tauchen deshalb Auszüge aus
entsprechenden Magazinen  auf: L'Initiation,  Le Voile  D'Isis, Le
Réveil Gnostique, La Gnose, Mysteria.

Via E.C.H. Peithmann richten wir bald unser Ohr nach Brasilien, wo
noch  heute   die  Gnostische   Messe  von   Arnoldo  Krumm-Heller
regelmässig gefeiert  wird (siehe auch "Materialien zum OTO", 308;
"Ein Leben  für die  Rose", 174:  dort finden  sich der  Text  der
Gnostischen Messe  und der Eucharistie),8* offerieren u.a. Auszüge
aus der  extrem seltenen  Kirchenzeitschrift der FRA, "Gnose", und
leiten dann  über nach  Italien, wo  die Gnostische  Kirche  unter
Loris Carlesi  einst Kontakt  mit H.J. Metzger gepflegt hat. Dies
signalisiert alsogleich  den Übergang  zu Metzgers OTO/Gnostischer
Kirche: mit  einem Auszug  aus einem  Artikel  von  Felix  Lazerus
Pinkus  und  Metzger  (alias  Peter  Mano).  Als  Folge  fehlender
Kreativität suchen  viele  Neureligionen  die  Öffentlichkeit:  so
stossen wir  sehr schnell  auf Bruchstücke  des Zusammenpralls von
Metzgers Abtei  Thelema in  der Schweiz  mit den  Medien  und  den
eigenen Abkömmlingen.  Die hier faksimilierten Skandalberichte aus
damaligen (inzwischen nicht mehr existierenden) Boulevardblättchen
dienen allein  der wissenschaftlichen  Dokumentation des  OTO-Phä-
nomens:  der   interessierte  Forscher  muss  den  diesbezüglichen
Kontext im  Auge behalten.  Mit  der  freundlichen  Erlaubnis  der
zuständigen Verlage  finden sich  in diesem Zusammenhang zwei eher
versöhnlichere  Reaktionen   der  Öffentlichkeit  auf  die  damals
aufbrandende  Skandalhatz.  Nähere  Hintergrundinformationen  dazu
sollten in "Das OTO-Phänomen" nachgelesen werden.

Wir begegnen  in den USA und in Deutschland der Gnostischen Kirche
des "Caliphats",  deren "Gründung"  1981 von Grady McMurtry allein
aus steuerrechtlichen  Absichten schnell  auf dem Hintersitz eines
Autos  auf  der  Fahrt  zur  amtlichen  Eintragung  des  "OTO"  in
Kalifornien erfolgte.9*  Dasselbe Ziel  strebt auch  der  deutsche
Zweig an:  "Warum denn  keinen ®Gemeinnützigkeitsstatus¯  für  die
GKK? Ich  habe keine  Lust diesem  Schweinesystem noch  Steuern zu
zahlen... Ausserdem  finde ich  das doch  recht witzig — O.T.O. u.
GKK gemeinnützig.  Das ist  doch fast so gut wie der Witz, den der
Prozess in  den Staaten  um den  wahren O.T.O. darstellte. Ich be-
zweifle stark, dass der ehrenwerte Richter Legge kapiert hat, dass
er darüber  entscheidet, welche  Organisation das  Recht hat,  den
Arschfick für  sich als  höchstes religiöses Sakrament in Anspruch
zu nehmen."10*

Obwohl Aleister Crowley seine Stellung "as absolute as that of the
Pope and  the Church  of Rome"  ansah und damit auf seinen eigenen
Unfehlbarkeitsstatus anspielte,  war "seine"  Kirche  Zeit  seines
Lebens ein  reines Phantasieprodukt;  er weigerte sich sogar, eine
"Church  of   Thelema"  registrieren   zu  lassen.  Generell  galt
_Thelema_ als  die Kirche  Crowleys: Das  Gesetz von  Thelema  als
"Church of  Light, Life,  Love and  Liberty"  mit  dem  "Buch  des
Gesetzes" als Bibel.11*

Nach dem Tode McMurtrys 1985 soll wohl ein Imagewechsel diesen OTO
und die ihm nun angeschlossene neue "Gnostisch Katholische Kirche"
aus der  Isolation  und  der  Fluktuations-Misere  der  Mitglieder
führen: der  Kurswechsel mündet  neuerdings in  die  Gefielde  der
hehren Werte von Familie und Religion, von Sauberkeit und Ordnung.
Der      frühere      anarchistische      anti-kulturelle      und
gegengesellschaftliche Schwung ist dahin. Obwohl mittlerweile eine
Managersprache ("marketing  and sales opportunity directed towards
all Thelemites")12*  und ein  ähnliches Gebaren  an den Tag gelegt
werden,  fehlt  es  an  rhetorisch  geschulter  und  einheitlicher
Propaganda, die  mit sprachlicher  Eleganz den  Sinn, Kontext oder
Hintergrund des eigenen Handelns ergänzend erklären könnte.
Mangels eigener  Tradition,13* Inhalte und Kreativität äfft dieser
neuartige Gnostische  Supermarkt des  "Caliphats", der  neuerdings
sogar Tierweihungen, Heilungen per Handauflegen [!] und Exorzismen
[!] anbietet,14*  viele Rituale  und Liturgien  der  französischen
organisierten Gnostiker  nach. Diese  "caliphatische" neue  Kirche
mit  ihren   permanent  veränderten   Statuten  und  Struktur  hat
überhaupt nichts  mit Crowleys  imaginärer Gnostisch  Katholischer
Kirche zu  tun,  da  dieser  ja  im  August  1944  W.B.  Crow  zum
Patriarchen ernannt hat und keinesfalls Grady McMurtry, den ersten
"Caliphen".

Crowley an William Bernard Crow, 1944:
"We, by virtue of the Supreme authority ... do hereby nominate and
appoint our  very dear  brother and  most reverend  father in  God
William Bernard  Crow by  the name  and  title  of  [Mahoran  Mar]
Basilius Abdullah  [III.] a  Sovereign Patriarch  of  the  Gnostic
Catholic Church  and Vicar  of Salomon  with full right, power and
authority to administer the said Church and to consecrate, ordein,
appoint  hyrarchs,   priests,  priestesses,   deacons  and   other
necessary offices,... August 1944 e.v."15*

Als Faksimiles  gelangen ein  paar Briefe W.W. Webbs (gestorben am
15. Oktober  1997) zum  Abdruck, der die Sukzessionsphantasien des
"Caliphats"  entlarvt.16*   Die  Selbsteinschätzung  des  jetzigen
"Caliphs", William Breeze, lässt sich dort ablesen, wo dieser sich
selber als  "Sacred Majesty"  und "Holy  Father" bezeichnet und in
den  Statuten  des  deutschen  Zweiges  als  "höchste  Instanz  in
geistigen Fragen" feiern lässt.17*

Weitere Neugründungen  im Umkreis  des  "Caliphats"  bleiben  hier
unberücksichtigt, es  sei nur  die Ralph  Tegtmeiersche Kirche  in
England erwähnt, die aus dessen im April 1996 neugegründeter "Ordo
Templi Orientis Foundation" (OTOF) entspringt. Tegtmeier knüpft an
die Metzger-Grosche-Überlegung  an,  der  OTO  sei  innerhalb  der
Fraternitas  Saturni   als  18°   inkorporiert,18*  und  er  (also
Tegtmeier) sei  als [selbsternannter?]  18° dazu  berechtigt, neue
OTOs zu  gründen. Tegtmeier's  neuer OTO  (dessen Mitglieder  sich
mehrheitlich aus  "Caliphat"ischen Reihen  rekurrieren) reklamiert
zusammen  mit  einer  "regulären"  OTO-Linie  zugleich  auch  eine
"reguläre"  gnostisch-apostolische   Sukzession:  OTO  und  dessen
Kirche also  eine gemeinsame  Sukzession aufwiesen. Die Sukzession
von "Caliphat"  zum OTOF  [!] wurde  vollzogen, indem sich während
der rituellen OTOF-Gründung/Installierung auf dem Altar eine Kiste
mit Crowley-Dokumenten  (z.B. die  "Emblems and  Mode of Use"),19*
dem V°-Juwel und anderen Insignia befand.

Selbstverständlich ertönen  auch leise  kirchliche Klänge  aus dem
Umkreis von  Mottas OTO (SOTO, HOOR), so z.B. aus Kanada oder auch
einer "Gnostic  Church  of  L.V.X",  die  man  als  "Ableger"  des
Mottaschen Argenteum  Astrum unter  Ray Eales,  der zwei Jahre mit
Motta  zusammengelebt   hat,  sehen  kann  (dazu  bitte  im  "OTO-
Phänomen", 195, nachblättern).20*

Gegen den  Schluss  klingen  köstliche  Dissonanzen  à  la  Walter
Jantschik  (Levum/CIT)   (ehemals  Grossmeister   der  Fraternitas
Saturni) und eine "Church of the Flying Cock" auf (die aber nichts
mit den  OTO-Gruppen zu  tun hat). Der letztgenannte Artikel wurde
von Michael  P. Bertiaux  zur Verfügung  gestellt, der  mit seiner
Sammlung  von   Orden,  Kirchen   und  Konsekrationen   eines  der
treffendsten   Beispiele    gnostischer   Historienfantasien    am
Küchentisch21* und in den Schlafzimmern darstellt.22* Exemplarisch
lichten wir  chronologisch  die  Charta-Sammlungen  zweier  seiner
europäischen Anhänger ab.23* Dieser scheinbar so zum Anfang dieses
"Readers"  widersprüchliche   Ausklang  soll  die  Spannweite  und
Geschmeidigkeit  gnostischer   Aktivitäten  im  Umkreis  des  OTO-
Phänomens dokumentieren.

Ausblick:
Diverse Protagonisten finden sich in weiteren Folgebänden zum OTO-
Phänomen wieder.  So ist  z.B. geplant,  in "Noch Mehr Materialien
zum OTO"  auch ein  bisschen Material  zur Historie  des Argenteum
Astrum  oder   über  die   "Knights   of   Thelema",   einer   Art
brasilianischen Ablegers  aus  dem  Umkreis  von  Mottas  OTO,  zu
präsentieren. Ebenso  ist über  Arnoldo Krumm-Heller zwischenzeit-
lich kistenweise  neues Material  (so z.B. über dessen pro-Hitler-
und anti-Mussolini-Position, wovon sich letztere in der sehr engen
rosenkreuzerischen   und   AA-Zusammenarbeit   mit   Giuseppe/José
Camberari   widerspiegelte)    zusammengetragen    worden24*    --
desgleichen über  die 1977  gegründete Firma  "Caliphat", die  ihr
Handelsprodukt "Aleister  Crowley" sehr  geschäftsmässig unter die
Leute zu bringen versucht.

In den  Archiven des A.M.O.R.C. befindet sich der Briefwechsel zwischen
Theodor Reuss  und Spencer  Lewis.  Die  beiden  haben  sich  1909
während Lewis'  Reise nach  Frankreich  und  England  auf  der  SS
America  kennengelernt,   auf  der   Reuss   als   Schiffs-Steward
arbeitete. Aus  diesem Briefwechsel  geht hervor,  dass Reuss 1921
Crowley aus  dem OTO  verstossen hat,  damit Spencer  Lewis seinen
Geldhahn an  Reuss nicht  zudrehe. So  Reuss: "I  have cut off the
connection that  existed between  us [Reuss und Crowley] regarding
O.T.O., and  whatever Crowley would happen to do about in the USA,
it is  now his  own business,  and not  anymore a  concern for the
O.T.O."

Der nächste  Band erscheint  voraussichtlich "In  Nomine  Demiurgi
Saturni". Copyrightsbesitzer  an Werken  oder legitime  Nachfolger
von   Eugen   Grosche   bitte   beim   Verlag   zwecks   möglicher
Tantiemenbeteiligung melden.
März 1998



FOOTNOTES:

1* Keines  der in  diesem Bande  vorgestellten  Dokumente  ist  um
 seiner selbst  willen dem  öffentlichen Informationsbedürfnis zur
 Kenntnis  gebracht.   Jedes  Faksimile   oder  dessen   partielle
 Verwendung ist  somit Gegenstand  geistiger Auseinandersetzung im
 Kontext aller  vom Autor  herausgegebenen Bände zum OTO-Phänomen.
 Die hier  angefertigten Collagen  gelten als eigenständige Werke,
 d.h. geistige  und individuelle  Schöpfungen zur  Erläuterung des
 wissenschaftlichen Inhalts der Bände zum OTO-Phänomen
2* So sind auch nicht alle Dokumente des Inhalts wegen ausgewählt,
 sondern allein, um deren Existenz anzugeben (was sich z.T. in der
 Leserlichkeit der Wiedergabe widerspiegeln kann)
3* Diese  Sammlung dokumentiert  die Reuss'schen  und Crowleyschen
 OTO-Initiationsrituale  als   Plagiate  freimaurerischer  Rituale
 (Schottischer Ritus,  Cerneau, Royal  Arch, Rose  Croix,  Pike-de
 Ladebat  und   Memphis-Misraim).  Zur   Diskussion  der   pseudo-
 freimaurerischen  Ordensstruktur   des  "Caliphats"  siehe  auch:
 http://www.parareligion.ch/megafile.htm                         und
 http://www.parareligion.ch/rituals.htm  —   Mitglieder  des   1977
 gegründeten "Caliphats",  die für  diesen Band Werbung betreiben,
 werden mit  Gericht und  Ausschluss aus dem Klub bedroht, Ben F.,
 Brief vom 9.12.97
4*   Die    sehr   kleine   Auswahl   aus   der   riesigen   Menge
 handschriftlicher Manuskripte von Sophronius war im Detail leider
 schwer  zeitlich   einzuordnen  und   wurde   für   diesen   Band
 kurzentschlossen in die Phase um 1902 integriert
5* Es  gelten dazu  auch Vor-  und Nachwort in "Das OTO-Phänomen",
 München 1994
6* Es  ist geplant,  in einem  Jahr eine  eingedeutschte und  dann
 nochmals  mit   weiteren  Reaktionen  und  aktuellen  Ergänzungen
 versehene Version  in der  Zeitschrift "Gnostika"  (Sinzheim)  zu
 publizieren
7* Wir  weisen nur  kurz darauf  hin,  dass  auch  Reuss'/Crowleys
 Gnostische Messe  (Faksimile im  "Grossen Theodor  Reuss Reader")
 Plagiate freimaurerischer Elemente enthält, siehe William Breezes
 Kommentare zu  Aleister Crowleys  "Magick Liber  ABA  Book  Four,
 Parts I-IV",  York Beach  1994, 742; David und Lynn Scriven: "Red
 Flame, A  Thelemic Research Journal, Mystery of Mystery: A Primer
 of Thelemic Ecclesiastical Gnosticism", 1995, Nummer 2, Seite 68.
 Reuss'  und Crowley's  OTO-Rituale borgen ausführlich von anderen
 Quellen, z.B.  von Franz  Hartmanns "Im  Vorhof des  Tempels  der
 Weisheit"  und  dem  11.  und  18.  Grad  Ritual  des  Alten  und
 Angenommenen  Schottischen  Ritus  für  den  V°  OTO;  Titel  und
 Katechismus des VII° sind dem 4. Grad der Fratres Lucis (= Ritter
 vom Wahren  Licht/Order of  the Asiatic Brethren, worunter Reuss'
 und Crowleys  "Hermetic Brotherhood  of Light"  zu verstehen ist)
 entnommen, z.B. aus: A.E. Waite: "Brotherhood of the Rosy Cross".
 Reuss' Einleitung  seiner Übersetzung der Gnostischen Messe weist
 ebenfalls auf  den Order  of the  Asiatic  Brethren  als  ominöse
 Brotherhood of  Light hin,  die in  Reuss' 1917-Manifesto mit dem
 OTO per  se gleichgesetzt  wird. Reuss'  und Crowley's Gnostische
 Messe verdankt u.a. auch dem Chevalier Le Clement de Saint-Marcqs
 "L'Eucharistie" einiges  an Ideen. [Rituale in: "How to make your
 own McOTO", München 1996; die Gnostische Messe des OTO und Saint-
 Marcqs Text  in: "Der Grosse Theodor Reuss Reader", München 1997;
 das 1917-Manifesto  und einige  Rituale in  "Der  Kleine  Theodor
 Reuss  Reader",  München  1993.  Eine  ausführliche  Analyse  der
 gnostischen Quellen in: "Ein Leben für die Rose", München 1995]
8* Wir  verzichten auf  die platzbeanspruchende  Wiedergabe  einer
 neueren  und  längeren  Alternativversion  der  Krumm-Hellerschen
 Messe. Duval  Ernani de  Paula liegt  im Sterben,  was  scheinbar
 Anlass gibt, die thelemitischen Elemente aus den Ritualen der FRA
 zu entfernen
9* Bill  Heidrick, 1.  August 1996,  publiziert von Tyagy Nagasiva
 auf www.hollyfeld.org/Esoteric:  "Around  1981  e.v.,  we  (Grady
 McMurtry, myself  and some  others in  OTO)  had  just  completed
 filing  of  OTO  papers  for  incorporation  with  the  state  of
 California. At  the time, we didn't have a clear understanding of
 what constituted  the legal  criteria for  a "Church" in tax law.
 Since OTO  has always  possessed the forms of lodges, members and
 dues, we  were a  little worried  that all  those characteristics
 would automatically  make the OTO a "mere" fraternal organization
 in the  eyes of  the law. About that time James Town happened and
 there was  a lot  of talk  about cracking down on the application
 procedures for  recognizing churches.  Accordingly, we  set up  a
 separate EGC  corporation, without  requirement of OTO membership
 below the  level of  board of  directors. That  one we filed as a
 formal and  simple "church"  with no  fraternal qualifications or
 language —  in effect  OTO was  a religious  order and EGC was a
 public membership church available outside OTO membership as well
 as a  religious chapel  aspect of  OTO proper.  At no time did we
 consider that  OTO ceased  to have  an EGC  within it, but we did
 consider that  we had  established a separate EGC offshoot in its
 own right.  I was made a bishop by laying on of hands in the back
 seat of  the car  taking us  to the  notary  to  get  the  papers
 witnessed and signed. I had priestly authority within OTO, but we
 decided to add a separate ordination for the separate church. OTO
 members who  were also  bishops wore  silver and black onyx rings
 instead of  the more  traditional gold  and amethyst, to indicate
 respect for  the color sacred to the OHO. I still have mine, nice
 thing with two bees holding the bezel. About a year later we read
 a little  more law  and discovered  that OTO  did  qualify  as  a
 religious entity  by its  own nature  in terms  of  tax  law.  We
 amended the  OTO articles to reflect that as the declared primary
 purpose. No  problems with  IRS [Amerikanische  Steuerbehörde] or
 the Franchise Tax Office (California equivalent to the IRS)."
10* Brief  von Norbert  Straet  (IX°  des  deutschen  Zweiges  und
 Anwärter auf  den X°  für Deutschland) vom 9.1.87, teilweise eine
 paraphrasierte Übersetzung  aus Michael  Aquino: "Scroll of Set,"
 Vol. XII, Nr. 5, Oktober 1986, 1
11*  Siehe   auch:  Grady  L.  McMurtry's  "Clear  Crowley's  Name
 Campaign",  in:   "Stellar  Visions",  II,  ohne  Ort  und  Datum
 (zwischen 1985 und 1988), 22
12* So  William Breeze als Direktive in seiner Verweigerung, einer
 örtlichen "Loge" in Kanada den Namen "Pile of Bones" zu erlauben,
 obwohl er Namen wie "Whiskey Rebellion" zulässt
13* "The eschatology of Thelema is that the Revelation of John has
 occurred but that he reversed the villains and the heroes because
 he was  stuck in  the  viewpoint  of  the  Christian  aeon."  Tim
 Maroney, Dec. 1996
14* Vielleicht  findet eine  Besessenheit  dann  statt,  wenn  das
 Elixier (d.h.  das durch  Magie belebte  Gemisch aus  Sperma  und
 Vaginalsekreten)  nicht   als  Sakrament  angesehen  wird?  Siehe
 Crowleys "Emblems  and Mode  of Use", übertragen im "OTOA-Reader"
 ab Seite 121
15* Die Faksimilierung dieses Dokuments, das beweist, dass Crowley
 den W.B.  Crow zum  Patriarchen der Crowleyschen Kirche ernannte,
 wird einem späteren Zeitpunkt vorbehalten
16*  Anfangs   war  man   im   "Caliphat"   extrem   gierig   nach
 "apostolischer Sukzession",  bis sich  im Laufe meiner Recherchen
 und Publikationen  herausstellte, dass  eine  solche  keinesfalls
 lückenlos vorhanden  ist, und sich deren Heiliger Geist ausserdem
 mindestens einmal einer postalischen Briefmarke bediente (erstens
 im   Falle    der   sog.    "Caliphats"-letter,   die   keinerlei
 Konsekrationen  erwähnen   und  per  Post  versandt  wurden;  und
 zweitens in  der postalischen Konsekration durch W.W. Webb, siehe
 "Das OTO-Phänomen", 228). Seitdem windet man sich ganz gnostisch-
 geschmeidig an  "apostolischen Sukzessionen" vorbei und verbindet
 Priester/in- und Bischofskonsekrationen mit Crowley-OTO-Ritualen,
 obwohl  diese   in  keinster   Weise  sowas   erwähnen.  —   Aus
 offensichtlichen Gründen  ist man im "Caliphat" in Sachen OTO und
 Crowley-copyrights    hingegen     äusserst    an    "Sukzession"
 interessiert, da sich damit Tantiemen aus der Tasche gutgläubiger
 Herausgeber ziehen  lassen. Siehe dazu auch die hier collagierten
 Statuten, die  von einer  notwendigen apostolischen Sukzession im
 Zusammenhang mit  dem Amt  des OHO  fantasieren. Im Vergleich mit
 all den  hier dokumentierten  Gnostischen Kirchen fällt diejenige
 des "Caliphats" am deutlichsten als säkularisierter Verein auf
17* Es scheint so, dass sogar Crowleys Geliebte automatisch in den
 Status von  "Heiligen" erhoben  werden, siehe  dazu  die  Collage
 (grosse Kleinzitate) mit den "Gnostic Saints" in diesem Band
18* Erstmals publiziert in Königs OTO-Serie in der Zeitschrift AHA
 und in: "Das OTO-Phänomen" und "Materialien zum OTO"
19* Publiziert  in: "Mezla" I.111,1, Ithaca/NY 1985; on-line durch
 William Breeze  ("Caliph" des  "Caliphats") auf  BaphoNet-by-the-
 Sea: 718/499-9277,  Juni 1992;  Gregory von Seewald: Flugblatt in
 den frühen  1990ern; übertragen  und kommentiert  in: P.R. König:
 "Der OTOA- Reader", ARW, München 1994
20* Im  Umkreis von  Mottas AA  wimmelt  es  von  "Overhumans"  in
 "Unspeakable Glory",  denen wir  im  geplanten  Band  "Noch  Mehr
 Materialien Zum OTO" wieder begegnen
21*  Wir   verzichten  auf   die  Faksimilierung   von   Bertiaux'
 gnostischen Schriften  und verweisen den interessierten Leser auf
 den "OTOA-Reader" dieses Verlags. Offensichtlich sind vereinzelte
 Werke zum  OTO-Phänomen  inspirative  Papierquellen  für  Charta-
 Sammler, wie  sich am  Beispiel von  Joel Duez  und dessem Freund
 Jean Gonder ablesen lässt
22* Man  beachte das  vorliegende Foto  von  Bischof  Bertiaux  in
 dessem Schlafzimmer
23* Hier  lässt sich  eine amüsante  Anekdote einflechten. William
 Breeze, "Caliph"  des  "Caliphats",  alarmierte  kürzlich  seinen
 Freund Jack  B. Hogg,  jr, durch  den  Breeze  in  die  Gnostisch
 Katholische Sukzession  Michael Bertiaux'  gelangte  (siehe  "Das
 OTO-Phänomen", 238), und veranlasste Hogg, seinem Chef, Bertiaux,
 von der moralischen Verwerflichkeit Königs zu berichten und dafür
 zu sorgen,  dass dessen  Chartas  (siehe  Faksimilesammlungen  in
 "Materialien zum  OTO" und  "Der OTOA-Reader"),  die im  Zuge des
 experimentellen Teils  der ethnologischen  Studien im  Untergrund
 des Abendlandes  gegen Austausch von Pornographie erlangt wurden,
 zu  annullieren  seien.  In  der  Tat  annullierte  der  äusserst
 aufgebrachte Courtney  Willis (eine  obskure Gestalt  und willige
 Marionette im  immer wieder  wechselnden Ordens-System  des OTOA)
 mit Hilfe  Bertiaux'  im  Frühsommer  1997  dann  etliche  dieser
 Chartas  mit   zwei  konfusen   rückdatierten  Schreiben   voller
 faktischer Fehler.
 Es  stellt sich die Frage, welches Interesse Breeze haben könnte,
 jemanden aus einer Organisation ausgestossen zu haben, mit der er
 nicht das geringste zu tun hat.
 William  Breezes  Wechselbeziehung  mit  in  der  Öffentlichkeit
 auffallenden Organisationen  und Protagonisten zeigt sich auch in
 Breezes Kollaboration mit Genesis P-Orridge auf dessen letzter CD
 "Trip Reset" der Band "Psychic Youth". P-Orridges "Temple of Psy-
 chic Youth" (TOPY) musste sich kürzlich aufgrund einiger Skandale
 auflösen, und  der Engländer  P-Orridge konnte  in Amerika "Exil"
 finden. —  Über Kenneth  Anger,  den  anderen  Protagonisten  in
 William Breezes  Umfeld, braucht hier wohl nicht weiter berichtet
 zu werden ("Das OTO-Phänomen", 187). Zu erwähnen sei noch Breezes
 Nähe zu  Harry Smith, siehe: Paolo Igliori: "American Magus Harry
 Smith", New York 1996
24* Dank  an Sebastiao  Carvalho,  Euclydes  Lacerda  und  Marcelo
 Alexandrino da Costa Santos


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Mehr über diese Orden und ihre Protagonisten in: Andreas Huettl und Peter-R. Koenig: Satan — Jünger, Jäger und Justiz



 

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